Wir freuen uns bekannt zu geben, dass die Bafep12 nun offiziell in den Verein der Pilgrim-Schulen (http://www.pilgrimschule.at) aufgenommen wurde. Ein herzliches Dankeschön gilt dafür Herrn Dr. Johann Hisch, dem Direktor von Pilgrim und natürlich allen unseren beteiligten Lehrer, die an der Ausarbeitung des Projekts beteiligt waren.


Am 2. Juni 2015 fand eine feierliche Veranstaltung mit Überreichung der Zertifikate im Raiffeisen-Saal (3. Bezirk) statt, bei dem wir auch einen Teil der Neumitglieder kennen lernen durften: Insgesamt gibt es nunmehr 185 Schulen und andere Bildungseinrichtungen – auch in Polen und Ungarn, die sich dem Thema Nachhaltigkeit in Verbindung mit einem spirituellen Bezug zum Schwerpunkt widmen: Eine wunderbare Möglichkeit für alle angehenden Elementarpädagoginnen sich hier einzubringen und bewusstseinsfördernd zu wirken!


Hier die Beschreibung unseres laufenden Projekts zum Thema „Der Baum: Ein Symbol für Nachhaltigkeit und Spiritualität“

 

Der Baum als primärer Sitz des Lebens ist für den Menschen nicht nur der Beginn der Nahrungskette sondern er wurde und wird in vielen Kulturen und Religionen stets auch mit spiritueller und symbolischer Bedeutung versehen: Seine Verwurzelung im Boden und das Streben der Äste in den Himmel, die Genügsamkeit, das Ausstrahlen von Ruhe und das Spenden von Schatten – all dies ruft den Menschen geradezu auf über sich und sein eigenes Menschenbild nachzudenken: Der Baum als Verbindungsglied von Materiellem und Geistigem, das Streben nach Höherem.

Auch die Entwicklung des Baumes vom Samenkorn zur Frucht liefert Gedankenanstöße zu der stetigen Bemühung des Menschen, seine eigenen Früchte – die Früchte seiner Taten – zu ernten. Auch als Symbol der ständigen Wiederkehr dient der Baum, wenn man sich vergegenwärtigt, dass in jedem Samenkorn ein Baum, in jedem Baum wiederum unzählige Samen enthalten sind: Steckt damit in jedem Samenkorn nicht potentiell der gesamte Waldbestand bis in die ferne Zukunft?

Gerade für den Bereich der Elementarpädagogik und der Ausbildung von zukünftigen Kindergärtnerinnen eröffnen sich der Bakip 12 hier eine Fülle von Ideen. In eigentlich allen Fächern haben sich zahlreiche – untereinander verbundene – Möglichkeiten aufgetan, das Thema Baum aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln heraus zu betrachten. Nebenbei soll damit den Studierenden an einem praktischen Beispiel gezeigt werden, wie sehr vernetztes Denken zu einer unerschöpflichen pädagogisch-didaktischen Ideenproduktion anleiten kann. 
Wir wünschen uns, durch das Projekt die Zusammenarbeit unter Studierenden und Lehrenden zu fördern, den eigenen emotionalen und – wie auch immer spirituell gefassten - Bezug zum Thema Baum zu fördern und damit der Gesellschaft einen kleinen Beitrag zur Bewusstseinsbildung im Thema Nachhaltigkeit zu leisten.

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Seminar Weltethos: „Verschieden und doch gleich“


Am 11.5.15 besuchten die Studentinnen des 2. Jahrgangs gemeinsam die Veranstaltung „Verschieden und doch gleich“ (Weltethos im Kindergarten). 
Das Thema wird für uns alle immer wichtiger, weil heute in Wien so viele Kulturen, Religionen und Traditionen auftreten. Das Nebeneinander in einer multikulturellen Gesellschaft gehört mittlerweile zu unserem Alltag, besonders im Kindergarten. Die 14 Teilnehmer waren motiviert und begeistert von dem Seminar, das von Dr. Irene Klissenbauer professionell geleitet wurde. Hauptziel bei diesem Projekt ist es, gemeinsam mit den Kindern eine Grundlage für ein harmonisches Miteinander zu erarbeiten und unterschiedliche Kompetenzen der Kinder zu stärken: Gewaltfreie Problemlösungen, Gefühle wahrnehmen und verbalisieren, Mitgefühl zeigen, ein behutsamer Umgang mit der Umwelt und gegenseitige Rücksichtnahme. Für den Alltag im Kindergarten gibt es auch ein Handbuch „Verschieden und doch gleich“, das verschiedene Kiga-Aktivitäten beschreibt und bebildert. 
Was ist die Initiative Weltethos Österreich?

Es handelt sich hierbei um eine Bewegung, die unabhängig von der religiösen Ausrichtung das allgemein Menschliche stärker in den Vordergrund rücken will. Besonders in einer Zeit der Orientierungslosigkeit über menschliche Werte können so viele Menschen zum Nachdenken gebracht werden.

Erstmals kam es 1993 in Chicago zu einem Treffen der Vertreter der Weltreligionen auf Initiative des Theologen Hans Küng, der mit seiner „Erklärung zum Weltethos“ diese Bewegung initiiert hatte. In Österreich wurde jetzt erstmals ein Pilot-Projekt in einem Kindergarten eingeführt, das die Prinzipien des Weltethos umsetzen soll.

Die Prinzipien der Initiative Weltethos lauten:

• Jeder Mensch soll menschlich behandelt werden
• Behandle die anderen so, wie du selbst behandelt werden willst (Goldene Regel)
• Hab Ehrfurcht vor dem Leben
• Handle gerecht und fair
• Rede und handle wahrhaftig
• Achtet und liebt einander

Das Seminar war für uns hilfreich, da wir uns als Elementarpädagoginnen viele Praxisbeispiele für die Umsetzung ethikbezogener Themen im Kindergarten einholen konnten. Da der Kindergarten als ein Ort für die Vermittlung von Werten und menschlichen Grundsätzen dient, wäre es für uns wünschenswert, dass sich unter den ElementarpädagogInnen, Philosophen und Vertretern der Weltreligionen mehr konkrete Austauschmöglichkeiten zum Thema Ethik ergeben.

Durch Gespräche kommen wir zusammen und viele Vorurteile können nur durch Austausch beseitigt werden, solange dies auf einem wertschätzenden Umgang miteinander basiert.


Rezida Umarowa, Serife Altindas